Schraubverbindung

Peikko MODIX Schraubmuffenverbindung

MODIX Kupplungssystem

Schraubbare Bewehrungsstöße mit Ringspaltkontrolle

Die MODIX Schraubmuffenverbindung von Peikko ist eine mechanische Kupplung für Betonstahl mit metrischem Gewinde und einem umlaufenden Ringspalt zur einfachen Sichtkontrolle. Muffenstab und Anschlussstab werden verpresst und miteinander verschraubt, sodass eine durchgehende Bewehrung entsteht, die Zug‑ und Druckkräfte wie ein ungestoßener Stab aufnehmen kann. Wird der Ringspalt vollständig geschlossen, ist das erforderliche Anzugsmoment erreicht und der Stoß qualifiziert – ohne aufwendige Drehmomentmessung.

Das System umfasst Standard‑, Reduzier‑, Positions‑, Kombinations‑, Anschweißmuffen sowie Endverankerungen und deckt damit praktisch alle gängigen Anschluss‑ und Stoßdetails im Stahlbetonbau ab.

Schraubmuffenverbindung mit Innengewinde.

Typische Anwendungen

Peikko MODIX – praktisch, flexibel und wirtschaftlich

Peikko MODIX wird überall dort eingesetzt, wo klassischer Übergreifungsstoß zu viel Platz, Material oder Bewehrungskoordination erfordert. Typische Situationen sind Stützenstöße in Rechteck‑ und Rundstützen, insbesondere bei hohen Bewehrungsgraden und begrenzter Betondeckung. Häufig ist MODIX auch an Wand‑Decken‑ und Wand‑Balken‑Anschlüssen im Einsatz, etwa bei Gleitschalungen oder Kletterschalungen mit schubtragenden Fugen.

Kontrolle mit einem Blick

MODIX auf der Baustelle

MODIX Schraubmuffen von Peikko werden mit handelsüblichen Werkzeugen montiert, es ist kein Spezialgerät und keine aufwendige Messtechnik erforderlich. Die integrierte Ringspalt‑Kontrolle ermöglicht eine einfache Sichtprüfung: Ist der Spalt geschlossen, ist der Stoß korrekt angezogen und die geplante Tragfähigkeit sichergestellt. So erhalten Sie eine montagefreundliche, schnell prüfbare Lösung für Bewehrungsstöße – ideal für Baustelle und Fertigteilwerk.

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Vorteile

Die wichtigsten Vorzüge auf einen Blick

  • 100 % Tragfähigkeit wie ein ungestoßener Bewehrungsstab bei ruhender Beanspruchung.

  • Flexible Stoßlagen und Anschlussdetails im Bauteil frei wählbar.

  • Einfache Montage durch reines Verschrauben – kein Spezialwerkzeug nötig.

  • Schnelle und sichere Kontrolle über den Ringspalt.

  • Kurze Lieferzeiten und effiziente Abläufe durch dezentrale Fertigung im SÜLZLE Stahlpartner Netzwerk

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MODIX Komponenten und Zubehör im Überblick

  • MODIX SM Standardmuffe: Verbindung von Stäben mit gleichem Durchmesser, ein Stab drehbar.

  • MODIX RM Reduziermuffe: Verbindung benachbarter, unterschiedlicher Durchmesser (z. B. 20 auf 16 mm).

  • MODIX PM Positionsmuffe: Stoßlösung, wenn keiner der Stäbe gedreht werden kann und axiale Toleranzen begrenzt sind.

  • MODIX KM Kombinationsmuffe: Übergang von Betonstahl auf metrische Normschraube für Stahlanschlüsse.

  • MODIX EM Endverankerungsmuffe: Platte plus Funktionsscheibe als Alternative zu Haken‑ bzw. Bügelverankerungen.

  • MODIX AM Anschweißmuffe: Anschluss von Betonstahl an Stahlbauteile über anschweißbare Hülse.

  • Zubehör: Schraubstopfen, Rundkappen, Nagel‑ und Magnetteller zur Gewindeschutz‑ und Schalungsfixierung

Tragverhalten und Nachweisführung

  • Die Verbindung verhält sich im Bemessungszustand wie ein ungestoßener Stab, d. h. 100 % Beanspruchbarkeit in Zug und Druck bei vorwiegend ruhender Belastung.

  • Zulässiger Einsatz auch bei nicht vorwiegend ruhender und stoßartiger Beanspruchung, etwa bei Konstruktionen mit hohen Belastungsgeschwindigkeiten

Planung und Detaillierung

Mit Schraubverbindung MODIX sind Stoßpunkte nicht mehr an lange Übergreifungslängen gebunden, sondern können frei im Bauteil positioniert werden, wodurch sich Bewehrungsführung und Anschlussdetails deutlich übersichtlicher planen lassen. Gleichzeitig deckt ein einheitliches System gleiche und benachbarte Durchmesser, gerade oder gebogene Stäbe sowie Anschlüsse an Stahlbauteile ab, sodass unterschiedliche Anschlussfälle mit einem durchgängigen Lösungskonzept bearbeitet werden können.

Ausführung auf der Baustelle

  • Montage mit Standardwerkzeugen, ohne Spezialmaschinen oder Stromversorgung.

  • Qualitätssicherung über einen einzigen Parameter: Ringspalt geschlossen = Verbindung fertig angezogen.

  • Schutzkappen und Zubehör verhindern Beschädigung und Korrosion der Gewinde in Lagerung, Transport und während des ersten Betonierabschnitts

Wirtschaftlichkeit

  • Wegfall langer Übergreifungsstöße reduziert den Stahlbedarf und entlastet den Stoßbereich von doppelten Stablagen.

  • Schlankere Querschnitte und besser betonierbare Knotenbereiche können Schalungs‑, Beton‑ und Arbeitsaufwand senken.

  • Dezentrale Fertigung bei Stahlpartnern reduziert Transportkosten und erhöht die Verfügbarkeit im Projekt.

Normen, Zulassungen und Qualität

MODIX verfügt über eine bauaufsichtliche Zulassung in Deutschland (DIBt Berlin) für Anwendungen nach DIN EN 1992. Zusätzlich bestehen nationale Zulassungen u. a. in Niederlande, Finnland, Österreich, Ungarn, Polen, Russland und der Slowakei, Details werden zentral über Peikko bereitgestellt. Die Verbindung ist für die im System geregelten Belastungsfälle vollständig nachweisbar; einzelne Sonderkomponenten (z. B. Kombinations‑ und Endverankerungsmuffen) fallen zwar nicht unter die europäische technische Bewertung, werden aber nach den gleichen Qualitätsanforderungen gefertigt.