Schraubverbindung

LENTON Schraubmuffenverbindung

LENTON Kupplungssystem

Die schlanke, sichere und wirtschaftliche Alternative zum Übergreifungsstoß

Die LENTON Schraubmuffenverbindung von nVent ist eine mechanische Kupplung für Betonstahl mit einem konischen, selbstjustierenden Innengewinde. Die Schraubverbindung verbindet und sichert die Bewehrungsstäbe nahezu schlupffrei miteinander. Sie stellt eine durchgehende Bewehrung dar und überträgt Zug-, Druck- und dynamische Lasten wie ein einzelner Stab, unabhängig von Betongüte, Betondeckung oder erforderlichen Übergreifungslängen.

Das System ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich – als Standard-, Reduzier-, Positions-, Kombinations- und Anschweißmuffe sowie als Endverankerung – und deckt damit nahezu alle typischen Einbausituationen im Stahlbetonbau ab.

Schraubmuffenverbindung mit Innengewinde.

Typische Anwendungen

Wo LENTON seine Stärken ausspielt

LENTON Schraubmuffen kommen überall dort zum Einsatz, wo klassische Übergreifungsstöße an ihre Grenzen stoßen. Typische Anwendungen sind schubkraftübertragende Fugen bei Wand‑Decken‑ und Wand‑Balken‑Anschlüssen, insbesondere bei Gleit‑ und Kletterschalungen. Sie eignen sich für Stützenstöße und Rahmenknoten mit hoher Bewehrungsdichte, Verbindungen zwischen Ortbeton und Fertigteilen sowie geplante Bauwerkserweiterungen, bei denen Muffenhälften bereits im Bestand einbetoniert sind. Weitere Einsatzfelder sind Anschlüsse von Bewehrungsstahl an Stahlkonstruktionen über Anschweiß‑ und Kombinationsmuffen sowie Endverankerungen als kompakte Alternative zu Endhaken.

Planer & Ausführer

Für anspruchsvolle Stahlbetonbauprojekte

LENTON Schraubmuffen eignen sich besonders für Bauwerke mit hohen statischen und dynamischen Anforderungen wie Hochhäuser, Brücken, Tunnel, Kraftwerke und Infrastrukturprojekte. Speziell in erdbebengefährdeten Regionen oder bei Konstruktionen mit ausgeprägter Lastumkehr profitieren Sie davon, dass LENTON die Anforderungen gängiger Normen an mechanische Bewehrungsstöße (u. a. ACI/IBC Typ 1 und Typ 2) deutlich erfüllt. Sie spielen ihre Stärken dort aus, wo hohe Bewehrungsdichten, seismische Einwirkungen, Lastumkehr oder Betonabplatzungen auftreten und zugleich flexible Anschlussdetails gefragt sind – etwa bei Fertigteilen, Bauwerkserweiterungen, schubtragenden Fugen oder Anschlüssen von Betonstahl an Stahlkonstruktionen.

Vorteile

Die wesentlichen Vorzüge

  • Technik/Funktion: Konisches, selbstjustierendes Gewinde sorgt für eine nahezu schlupffreie, kraftschlüssige Verbindung, die sich wie ein durchgehender Bewehrungsstab verhält und dabei Zug‑, Druck‑ und dynamische Lasten voll überträgt.

  • Ausführung/Einbau: Schlanke Muffen, kurze Baulängen und einfache Montage mittels Drehmomentschlüssel, dadurch weniger Bewehrungskongestion und schnelle, fehlerarme Ausführung auf der Baustelle.

  • Wirtschaftlichkeit/Planung: Wegfall langer Übergreifungslängen, geringerer Materialeinsatz, kleinere Bauteilquerschnitte und bessere Ausnutzung der Betondeckung machen die Lösung wirtschaftlich und planungsfreundlich.

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Varianten für jede Anschluss­situation

  • Standardmuffen für drehbare Stäbe mit gleichem Durchmesser.

  • Reduziermuffen zur Verbindung unterschiedlicher Durchmesser.

  • Positionsmuffen, wenn keiner der Stäbe gedreht werden kann (z. B. Fertigteile, Endanschlüsse).

  • Kombinationsmuffen mit metrischem Außengewinde für Anschlüsse von Stahlbauteilen an Stahlbeton.

  • Anschweißmuffen für die Verbindung mit Stahlplatten und Profilen.

  • Endverankerungen als kompakte Alternative zu Endhaken zur Vereinfachung der Bewehrungsführung

Tragfähigkeit und Sicherheit

  • 100% Kraftübertragung im Stoß – die Verbindung verhält sich wie ein durchgehender Bewehrungsstab bei Zug, Druck und dynamischer Belastung.

  • Tragfähigkeit ist unabhängig von Betongüte und Betondeckung, da die Last direkt von Stab zu Stab übertragen wird.

  • Geeignet für seismische Beanspruchung, Lastumkehr und außergewöhnliche Einwirkungen (Explosion, Naturereignisse) und erfüllt/übertrifft u. a. ACI/IBC‑Typ‑1‑ und Typ‑2‑Anforderungen.

  • Höhere Schubfestigkeit in Bauteilfugen und verbesserte Dauerhaftigkeit der Stahlbetonkonstruktion.

Konstruktion und Planung

Das konische, selbstjustierende LENTON‑Gewinde stellt eine form‑ und kraftschlüssige, nahezu schlupffreie Verbindung her und verhält sich damit wie ein durchgehender Bewehrungsstab. Die Muffen sind sehr schlank und kurz, sodass weder der Stabquerschnitt reduziert noch die Betondeckung beeinträchtigt wird. Dadurch sinkt die Bewehrungsdichte im Stoßbereich, was die Betonierbarkeit verbessert und Bewehrungsstaus vermeidet. Gleichzeitig eröffnen sich flexible Konstruktionsmöglichkeiten, da gerade und gebogene Stäbe, unterschiedliche Stahlsorten und Durchmesser sowie deren Kombinationen verbunden werden können und Stöße praktisch an jeder Stelle des Bauteils angeordnet werden dürfen.

Ausführung auf der Baustelle

  • Schnelle Montage: typischerweise ca. 4,5 Umdrehungen bis handfest, Fertigstellung mit geringem Drehmoment; Standardverbindungen dauern meist weniger als eine Minute.

  • Kein Verkanten, da das konische Gewinde selbstzentrierend wirkt; einfaches Ausrichten der Stäbe.

  • Installation ohne Spezialwerkzeuge oder Stromanschluss; Kontrolle mit einstellbarem Drehmomentschlüssel möglich.

  • Kunststoff-Schutzkappen schützen die Gewinde, ermöglichen den späteren Anschluss an bereits einbetonierte Muffenhälften und erleichtern den Fertigteilbau.

  • Tragbare Gewindeschneidmaschinen und abgestimmtes Zubehör stehen als Systemlösung zur Verfügung.

Wirtschaftlichkeit

LENTON Schraubmuffen reduzieren den Bedarf an Bewehrungsstahl, weil lange Übergreifungslängen entfallen und die Stabanzahl im Stoßbereich praktisch halbiert wird. Dadurch können Bauteilquerschnitte kleiner dimensioniert werden, was zusätzliche Nutzfläche schafft und die Schalungs‑ und Materialkosten senkt. Die vereinfachte Planung und die sehr schnelle Montage führen zu kürzeren Bauzeiten und niedrigeren Lohnkosten. Gleichzeitig profitierst du von einer weltweit verfügbaren, erprobten Systemlösung mit einem breiten Programm an Standard‑, Reduzier‑, Positions‑, Kombinations‑, Anschweißmuffen und Endverankerungen für nahezu jeden Anschlussfall.

Normen, Zulassungen und Qualität

  • Erfüllt zahlreiche internationale Normen, z. B. DIN/EN 1992‑1‑1, ACI 318, ISO 15835 sowie diverse länderspezifische Regelwerke.

  • Umfassende bauaufsichtliche Zulassungen in vielen Ländern (u. a. DIBt‑Zulassungen in Deutschland, ICC‑ES/IAPMO‑Berichte in den USA).

  • Herstellung aus hochfestem Qualitätsstahl in nach ISO 9001 zertifizierten Werken mit geprüften und dokumentierten Fertigungsprozessen.